YLAB- geisteswisschenschaftliches Schülerlabor der Universität Göttingen

Aufholen nach Corona

Universitäre Schülerlabore helfen beim Aufholen von Lernrückständen durch Corona

Corona

Die universitären Schülerlabore YLAB und BLAB haben sich erfolgreich im Rahmen des Aktionsprogramms des Bundes „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ beworben. Die Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Höhe von über 180.000 Euro ermöglicht es ihnen spezielle Kurse anzubieten, um Schulen der Region dabei zu unterstützen, beim Aufholen von pandemiebedingten Lerndefiziten beizutragen sowie die Jugendlichen in ihrer sozialen und persönlichen Entwicklung zu fördern. Koordiniert werden die Projekte durch das neu errichtete „Lernorte Netzwerks Südniedersachsen“ (LNSN).

Das YLAB bietet Kurse für die Jahrgänge fünf bis acht in Schulen aus Stadt und Region an, die an Nachmittagen, an Wochenenden oder in den Ferien stattfinden.  Folgende Veranstaltungen bietet das YLAB im Rahmen des Programms „Aufholen nach Corona“ an:

Spanischsprachige Theaterprojekte

Französische (Bilder)Geschichten nachspielen und weiterdenken – Ferienprojekt (04. -07.04.2022)

–  Leseclubs in mehreren Schulen.

Die Kurse zeichnen sich durch ein intensives Betreuungsverhältnis aus: Kleine Gruppen von bis zu fünf Personen werden von je ein bis zwei Studierenden betreut. Die zusätzlichen Bildungsangebote sollen zum Aufholen von Lerndefiziten beitragen und die Kinder und Jugendlichen in ihrer allgemeinen sozialen und persönlichen Entwicklung fördern. Insbesondere die während der Pandemie abhandengekommene Lernmotivation soll wieder gestärkt werden.

Die Förderung kommt nicht nur den Kindern und Jugendlichen zugute: „Als universitäre Bildungseinrichtungen sehen wir uns in der Verantwortung, einen essentiellen Beitrag zur Bewältigung der pädagogischen Schäden der Pandemie zu leisten. Ich freue mich, dass wir durch dieses Programm einerseits den Schulen dabei helfen können, durch die Pandemie entstandene Probleme – neben Lernrückständen insbesondere auch soziale Defizite –  zu mindern. Zugleich ermöglicht uns dieses Programm aber auch die Studierenden der Biologie, der Spanisch- und Französischdidaktik sowie der Germanistik, die als Tutoren in den Kursen eingesetzt werden, durch spezielle Coachings für die Arbeit mit sozial- und förderbedürftigen Kindern, die bislang noch kaum zu unser Klientel zählten, zu qualifizieren. Sie können so wirksam helfen, entstandene Defizite zu bekämpfen und erhalten zugleich wertvolle Lehrerfahrungen,“ so Dr. Gilbert Heß, Leiter des YLAB, der für das Hilfsprogramm der Schülerlabore verantwortlich ist.

Die Coronaprogramme werden vom neu errichteten Lernorte Netzwerk Südniedersachsen (LNSN) koordiniert, das in den Räumen des YLAB angesiedelt ist. Neben den Veranstaltungen von BLAB und YLAB koordiniert es auch die Förderprogramme des „Weißen Klassenzimmers Fürstenberg“ im Museum Schloß Fürstenberg. Neben den Kursangeboten werden vom Netzwerk eine Sommer- und eine Herbstschule organisiert, in denen die Hilfsprojekte zusammengeführt und öffentlich präsentiert werden.

Das „Aktionsprogramm Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche für die Jahre 2021 und 2022“ des Bundes stellt insgesamt 2 Milliarden Euro zur Verfügung. Mit knapp 5 Millionen Euro werden bundesweit 96 Schülerlaboren und 8 Schülerlabornetzwerke unterstützt. Die Ausschreibung und Verwaltung dieses Programmbereichs (nähere Infos dazu finden sich hier) erfolgt über den Bundesverband der Schülerlabore, e.V. (LeLa) sowie über die Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

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