YLAB- geisteswisschenschaftliches Schülerlabor der Universität Göttingen

Was ist deutsch? Nationale Identität im 19. und 20. Jahrhundert

Michael Sulies, M.A.
Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte der Georg-August-

Universität Göttingen

„Klasse Materialauswahl des Dozenten“ SchülerIn des Humblodt-Gymnasiums, Bad Pyrmon, 30.11.2017

[Der Dozent war] „super freundlich, interessant, hilfsbereit, umgnglich“ SchülerIn des Humblodt-Gymnasiums, Bad Pyrmon, 30.11.2017

Nationale Identität spielt eine bedeutende Rolle. Die meisten Menschen begreifen sich ganz selbstverständlich als Teil einer Nation: Dies wird beispielsweise regelmäßig bei den internationalen Turnieren der Fußballnationalmannschaften der Männer deutlich: Viele Menschen in Deutschland kleiden sich dann in den Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold, schwenken die Nationalfahne und singen die Nationalhymne.

Doch was macht die nationale Identität aus? Warum hat das nationale Identitätsangebot eine so große Attraktivität? Und was ist eigentlich „deutsch“? Die Frage danach, was „deutsch“ sei, war und ist heftig umstritten und wurde sehr verschieden beantwortet. Diese Frage wird nicht erst seit dem Beginn der sogenannten Flüchtlingskrise und der damit verbundenen Debatten um die Integration von Geflüchteten und MigrantInnen gestellt. Die Debatte darum wird seit dem Aufkommen der Idee von einer deutschen Nation geführt.

Inhalt
Der Workshop gibt einen Überblick über die Herausbildung und Wandlung deutscher nationaler Identitätskonstruktionen vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Anhand von vielfältigen Quellen untersucht der Workshop die mentalitätsgeschichtlichen und ideologischen Grundlagen des nationalen Identitätsdiskurses und verdeutlicht anhand einer geschichtswissenschaftlichen Kontextualisierung die Ausprägungen und Veränderungsprozesse des nationalen Selbstverständnisses. Vor diesem Hintergrund werden die Inklusions- und Exklusionsmechanismen nationaler Identität und ihre Bedeutung in der Gegenwart diskutiert.

Organisatorisches
Dieses Projekt

  • richtet sich an SchülerInnen der Oberstufe
  • kann in Gruppen mit bis zu 30 Personen stattfinden
  • setzt grundsätzliches Interesse an Geschichte und Grundkenntnisse zur deutschen Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert voraus
  • dauert in der Regel von 9 bis ca. 15 Uhr (inklusive Mittagspause)
  • kostet nur 2,00 € pro TeilnehmerIn